Tour de Farce

July 26th, 2007

Soeben im Radio gehört: Rasmussen verlässt Tour de France. Natürlich nicht freiwillig, sondern auf Druck der Sponsoren und evtl. des Teams, wie ich mir gedacht hatte:

Tour-de-France-Leader Michael Rasmussen steigt aus der Tour de France aus, wie ein Sprecher seines Rabobank-Teams am späten Mittwochabend mitteilte. Der dänische Radsportler ziehe sich auf Grund einer Entscheidung der Teamsponsoren zurück, erklärte Sprecher Jacob Bergsma. […] Offenbar ist es zum Vertrauensbruch mit dem Team gekommen, weil Rasmussen nicht wie zuvor ausgesagt in Mexiko Ferien machte, sondern in Italien trainierte.

Und immer noch kommen im Radio 24 Fahrer (Gregory Rast) zu Wort, von denen der Moderator suggeriert, sie seien sauber. Ich glaubs nicht. Meine Haltung wird auch dadurch bestärkt, dass sich Gregory Rast aufregt, weil Winokurow mit einer Methode dopt, die einfach nachgewiesen werden kann. Er regt sich nicht darüber auf, dass er dopt, das wird einfach als normal angenommen.
Ich behaupte: jeder Fahrer dopt. Es meinen einfach alle, dass es ihnen nicht nachgewiesen werden kann, und sie biegen sich die Welt so zurecht, dass nur nachweisbares Doping illegal ist. So ist die Welt.

2 Responses to “Tour de Farce”

  1. maol Says:

    Inzwischen auch gemerkt, dass das Old News ist, schon auf der Frontseite der Zeitungen.
    Ist halt doch keine schlechte Angelegenheit, die Tageszeitungen beim Frühstück zu lesen, anstatt erst beim Mittagessen ;-)

  2. Saubermänner, Lügenbarone und die rettende Kapitulation » Wie sich der Radsport aus dem Dopingsumpf ziehen könnte, wenn er denn wollte | Wissenswerkstatt Says:

    […] dem Rennen zu nehmen. Ein überfälliger Schritt, aber er kam von einem um sein Prestige besorgten Sponsor und nicht von den Veranstaltern, die hier längst konsequent hätten handeln müssen.1 […]