Peter Turi stellt Thesen auf, weshalb weibliche Blogger in den Blogcharts so untendurch müssen. Meine These: Frauen sehen Blogs als eine weitere Möglichkeit zur sozialen Interaktion. Nur die Männer missbrauchen ihre Blogs wieder zu Schwanzlängenvergleichen, und optimieren ihren Inhalt für die Blogcharts. Turi fragt (und versucht ebenda auch zu beantworten) in Feminismus 2.0:

Woher kommt die verblüffende Erfolglosigkeit der Blogs, die von Frauen geschrieben werden? Warum bleibt eine Hälfte der Deutschen im basisdemokratischen Web 2.0 weitgehend ohne Echo und Wirkung? Und das, obwohl zwei Drittel der deutschen Weblogs, wie eine Studie der Ruhr-Universität Bochum ergeben hat, von Frauen geschrieben werden. Und wo Frauen sonst in den Medien schwer im Kommen sind, die Moderatorenplätze im Fernsehen längst erobert haben und auch die wichtigsten Verlage in Deutschland jetzt oder künftig (mit-)regieren. Nur im deutschen Web 2.0, der zukunftsträchtigen Form des Jeder-Kann-Mitmachen-Netzes, bleiben Frauen, vorsichtig ausgedrückt, deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Via turi2.

Das Web 2.0 Stöckchen

April 24th, 2007

Von Yoda angeworfen bekommen: das Web 2.0 Stöckchen von Tobbi.

Nutzt Du Social Bookmarking/Networking Seiten wie Digg, Yigg, Mister Wong oder Del.Icio.Us?
Wenn ja, welche?

Nein. Hab ja meinen Newsreader…

Schaust Dir Videos bei Videoportalen wie YouTube, Sevenload oder DailyMotion an?
Wenn ja, was für Videos guckst Du Dir meistens an?

Nur passiv – dann halt alles, was gerade verlinkt wird, wie z.B. die World Series of UNO.

Kennst bzw. nutzt Du Flickr?

Klar 😉.

Was hälst Du von Diensten wie Twitter oder Frazr?

Bin zu beschäftigt.

Wie viele RSS-Feeds hast Du abonniert?

Google Reader sagt mir: From your 202 subscriptions, over the last 30 days you read 6.768 items, starred 15 items, and shared 0 items.

Liest Du die alle täglich?

Wann immer ich Zeit habe, soviel wie gerade reinpasst. Spätestens am Wochenende hole ich meistens wieder auf, so dass ich am Sonntagabend eine leere Inbox habe in Google Reader.

In wie vielen Weblogs bloggst Du? (Eigene oder Mitautor)

Im Moment nur auf maol symbolisch.

Kommentierst Du in anderen Blogs? Wenn ja was?

Selten, wenn dann konkrete Fragen oder Antworten.

Wer ist Dein persönliche “Blog-König von Deutschland der Schweiz”?

Viele Fürsten, kein König, aber ein Pilot: Andreas hat mir damals mit Sunlog enorm imponiert. Von der Bloggerszene (die ich sowieso eher weniger lese: zuwenig Zeit) am ehesten noch Matthias. Die beiden waren, wenn ich mich richtig erinnere, die ersten CH-Blogs, die ich damals regelmässig gelesen habe, damals, als ich 2003 beim ersten Technik-Blog der Schweiz ausgestiegen bin, und erst richtig entdeckt habe, dass es neben Technik-Blogs noch Leute gibt, die nur des Bloggens willen bloggen.

Gehört Weblogs Deiner Meinung nach die Zukunft oder sind sie nur ein vorübergehender Hype?

Blogs wirds immer geben, genauso Zeitungen und Schallplatten. Soll heissen: im Moment gehört ihnen die Zukunft, aber in nicht allzuferner Zeit werden sie sicher durch eine andere Technologie abgelöst werden, auf die sich dann der Hype verschiebt.

Wird es Dein Blog / Deine Blogs dann auch noch geben?

Tradition verpflichtet… aber keine Ahnung, ob es dann noch neue Einträge geben wird!

Wo geht’s weiter mit dem Web 2.0 Stöckchen?

Bei Rubis, abe und luketown.

Web 2.0 oder Star Wars?

April 14th, 2007

Ein Quiz für Mike Arrington: Web 2.0 or Star Wars Character? von Cerado.org. Mit meinen 24 Punkten habe ich nu knapp mehr als die Hälfte richtig (genau 55.8%), und das, obwohl ich einzelne Begriffe wie Meebo, Squidoo, Ning, Reddit, Amidala und Jarjar gut zuordnen konnte. Das bedeutet wohl, dass die Begriffe ziemlich austauschbar sind, und ich bei den mir unbekannten Begriffen mehrheitlich falsch getippt habe!
Via Thomas’ Weblog.

Freebase

March 9th, 2007

O’Reilly Radar über Freebase, den aktuell heissesten Hype im Web 2.0: Freebase Will Prove Addictive

In many ways, freebase is the bridge between the bottom up vision of Web 2.0 collective intelligence and the more structured world of the semantic web.[…]
It’s name is appropriate for many reasons. Yes, it is a free database, it is addictive, and its name is overloaded with multiple meanings, just like so many things we try to make sense of. But we have the ability to disambiguate those meanings, and to take them both in, with the overtones and conflicts actually giving additional meaning.
Metaweb still has a long way to go, but it seems to me that they are pointing the way to a fascinating new chapter in the evolution of Web 2.0.

Das kann ja sein. Ein Erfolg von Freebase setzt aber voraus, dass sich wie bei Wikipedia wieder tausende von Leuten finden, die gratis in ihrer Freizeit die Artikel pflegen, Zusammenhänge einfügen und taggen. Und im Gegensatz zu Wikipedia steht ein Unternehmer dahinter, der damit Cash machen will. Jetzt wäre also die Zeit, OpenBase zu lancieren, um der Community eine Plattform ohne Gewinnabsicht zu bieten!

Restaurantreservationsservice

February 5th, 2007

Waiter Rant regt sich zwar darüber auf, aber für tönt es nach einer Idee, die nur darauf wartet, im Web 2.0 umgesetzt zu werden:

An article in today’s NY Times discussed a new internet service called PrimeTime Tables. For a fee this service will snag that coveted eight o’clock table you’re so desperate to have. The service secures reservations at fancy restaurants in advance, often making them under a fake name. When a frantic Yuppie needs a last minute reservation the service sells them the time slot.

PrimeTime Tables ist im Moment noch eine klassische Website, aber mit Userbeteiligung und zum Beispiel einem Auktionsmodell, wo Benutzer ihre reservierten Tische zur Auktion freigegeben, wäre da sicher noch Potential drin!

Eugenia hat mich via A Look at Mugshot: Seven Months Later wieder mal auf Mugshot hingewiesen, woraufhin ich mich auch mal angemeldet habe.

Last June a spin-off department of Red Hat, lead by desktop guru Havoc Pennington, announced Mugshot. Originally, Mugshot was in the midst of controversy whether it’s a social networking application or not. Apparently, it instead is a “social networking aggregator”.

Mugshot
Ich weiss nicht recht. Das Konzept des Social Aggregators ist ganz cool, aber irgendwie ist die Website noch zuwenig dynamisch (a.k.a. Web 2.0). Und nicht zuletzt: will ich überhaupt, dass man soviel über mich weiss? Aber ja doch, würde ich sonst bloggen…

Du bist Person des Jahres 2006

December 17th, 2006

Und ich auch. Denkt die Time, und wählt zur Person of the Year: You. Wieso?

It’s a story about community and collaboration on a scale never seen before. It’s about the cosmic compendium of knowledge Wikipedia and the million-channel people’s network YouTube and the online metropolis MySpace. It’s about the many wresting power from the few and helping one another for nothing and how that will not only change the world, but also change the way the world changes.

Ja genau, es geht um das Web 2.0.

Der Begriff Web 2.0 beschreibt eher vage eine veränderte Wahrnehmung und Benutzung des WWW. Hauptaspekt aus organisatorischer Sicht: Benutzer erstellen und/oder bearbeiten im Internet bereitgestellte Inhalte in zunehmendem Maße selbst. Typische Beispiele hierfür sind Wikis, Weblogs sowie Bild- und Video-Sharing-Portale.

Die Time betrachtet also Web 2.0 als die grosse gesellschaftliche Revolution im 2006, und ich tendiere dazu, diese Wahl gar nicht so schlecht zu finden. Die Idee, dann Dich auszuzeichnen, ist sogar exzellent!
Andere Blogs gratulieren Dir auch schon: Du hast es geschafft! und Das Time Magazine wählt die Person des Jahres 2006: Dich! (aua, holpriger Deutsch…).