The Art Of

August 19th, 2007

Scott Berkun braucht etwas Hilfe für die zweite Auflage von The Art of Project Management: Help decide the title of a book. Offensichtlich darf er das Buch nicht mehr so nennen, und fragt desahlb seine Leser, welchen neuen Titel sie bevorzugen. Aber er darf/will auch nicht sagen, weshalb das so ist. Gibt es vielleicht eine andere Buchreihe, die das The Art Of schon für sich reserviert hat?
Ich habe das Buch letzte Woche beim Stöbern im Borders in Ann Arbor gekauft (der Ur-Borders – hier ist diese Kette entstanden. Und der Laden sieht inzwischen auch schon etwas alt aus…). Werde aber nicht sofort dazu kommen, es komplett zu lesen.

Inbox Zero, via imgriff.com und lifehacker. Es ist das alte GTD-Mantra von 43 Folders:

  1. Delete
  2. Delegate
  3. Respond
  4. Defer
  5. Do

Für alle, die ab und zu mal in der E-Mail-Flut untergehen, sei diese Präsentation wärmstens empfohlen. Ich habe mir notgedrungen einige dieser Tricks schon aus eigener Erkenntnis erarbeitet, aber natürlich bietet Merlin Mann viele Tipps und Tricks aus langjähriger Erfahrung, die es einem erlauben, sofort produktiv zu werden, ohne zuerst durch Erfahrung klug werden zu müssen.

TiddlyWiki

July 12th, 2007

Das ToolBlog schreibt über TiddlyWiki in Aktion. Das ist eine HTML Datei, die man einfach im Browser mit Wiki-Syntax editieren kann, und die dann die Änderungen in sich selbst wieder speichert. Braucht keinen Server, keine Installation, einfach initial den Download des leeren Scripts.
Hat mich gerade erinnert, dass ich TiddlyWiki schon lange mal probieren wollte, um die vergänglichen Gedanken einzufangen. Danke für den Reminder!

Einordner oder Anhäufer?

June 28th, 2007

WWD fragt Are You a Filer or a Piler?, oder eben bist Du ein Einordner oder Anhäufer, ein Ordner oder ein Stapler?
Bei mir hängts ganz klar von der Reife und Verfügbarkeit der Suchtechnologie ab. Meine Emails und Bookmarks werden nur noch angehäuft und durchsucht, währenddem die Bildersuche noch nicht soweit ist, und ich deshalb meine Bilder noch ordnen muss.

Bei ITligenz gerade ein gutes Beispiel gelesen, weshalb folgende Prophezeiung von silicon.de wahr sein wird: IM wird primäres Kommunikationstool

Analysten des Marktforschungsunternehmens Gartner haben prognostiziert, dass Instant Messaging (IM) in fünf Jahren in Unternehmen das Standardwerkzeug für Sprache-, Video- und Text-Chat sein wird.

Durch die asynchronen Möglichkeiten von Chat verglichen mit dem Telefon soll man viel Zeit einsparen können, die im Moment mit anrufen verschwendet werden, bei denen der gewüschte Gesprächspartner nicht da ist.
Eher noch als ein Siegeszug von IM wird es aber eine Konvergenz der Medien geben: Chat, Mail, Voice und Video alles in einer Applikation, die weiss, ob der Gesprächspartner gerade Zeit hat für synchrone oder asynchrone Kommunikation. Und natürlich alle Kommunikation speichert und im Kontext einordnet, so dass sie einfacher auffindbar ist.
Ob das Werkzeug dann Mail oder IM oder sonstwie heisst, ist mir egal.

Wie man Frühaufsteher wird

June 10th, 2007

Johannes Kleske hat’s sehr im Griff. Habe mir eine Notiz gemacht, für Haldi über seinen Post Wie man Frühaufsteher wird zu schreiben, aber bis ich jetzt Zeit hatte, sind schon zwei weitere Artikel zum Thema erschienen: Wir bloggen auch für Nachteulen und Der Morgen danach. Also dann:

Wer unterbrechungsfrei arbeiten und produktiv sein will, sollte von Führungskräften lernen und früh aufstehen. Mit diesen Methoden und Tipps gelingt es auch Morgenmuffeln.

Im dritten Artikel geht es dann darum, ob man das Frühaufstehen lernen kann, oder ob es eine genetische Veranlagung ist. Ich bin überzeugt, dass alle Menschen Frühaufsteher werden können, und von der ruhigen und konzentrierten Zeit am Morgen profitieren können, wenn sie nur wollen (und Abends ins Bett gehen, wenn sie müde sind). Wer sich das nicht zutraut, hat meistens schon schlechte Erfahrungen mit dem Frühaufstehen gemacht, meistens weil man abends nicht früher ins Bett gegangen ist. Tja, ein bisschen Konsequenz braucht es schon, gratis gibt es auch hier nichts.

Ririan meint es aber wieder mal gut mit uns, und liefert nicht weniger als 22 Tipps, wie man sein Selbstvertrauen vergrössern kann: Immediately Boost Your Confidence With These 22 Quick and Easy Tips.

Everybody could do with a bit more confidence in one or more areas of their lives, whether it’s at work, in a relationship or in meeting new people. And if you want complete and well-rounded success, you have to have boatloads of self-confidence.

Es sind die klassischen Hausmittelchen gegen zu kleines Selbstvertrauen, man hat sie also alle schon mal irgendwo gehört. Aber noch nie zusammen auf einem Haufen gesehen, um sie schnell mal konsultieren zu können, wenn es mal ganz schlimm ums Selbstvertrauen stehen sollte…

Kalendervergleich

March 4th, 2007

Benbit war letzte Woche unter Heavy load, und die Idee des Kalenderveröffentlichens habe ich irgendwie noch nett gefunden. Zeigst Du mir auch Deinen Wochenkalender? Hier ist meiner…

Calendar

90% dieser Meetings sind wöchentliche oder zweiwöchentliche Meetings oder Telefonkonferenzen, die spannenden Themen werden immer erst kurzfristig im Lauf der Woche eingetragen. Ende Woche sind dann typischerweise alle Tage von 14-18 Uhr komplett gefüllt.

Don’t make the Demo look Done

December 28th, 2006

Exzellenter Ratschlag von Kathy Sierra: Don’t make the Demo look Done. Wenn die Demo zu poliert aussieht, erwartet der Benutzer oder Kunde, dass auch das Produkt schon fast fertig ist, und umgekehrt. Dies nur so nebenbei, denn der wirkliche Wert des Postings ist weiter unten:

Show them something polished and pretty, and you’ll get feedback on font sizes. The reviewers make incremental tweaks, blinded by what’s in front of them. But show a napkin sketch, and they don’t just see what’s there, they see what’s possible.

Dieser Ratschlag ist etwas vom Wichtigsten, das ich in den letzten paar Monaten gelernt habe. Wir haben bei uns in der Abteilung eine Kultur, die die Konzentration aufs (technische) Detail fordert, und fördert, und die deshalb meistens nicht imstande ist, in Big Pictures zu denken, und v.a. auf Big-Picture-Ebene Feedback zu geben. Auch die explizite Bemerkung, man wolle Feedback zum Gedankengang, nicht zur Rechtschreibung des Dokuments hilft nicht…
Also habe ich angefangen, Dokumente halbfertig zum Review zu versenden, sozusagen als Skizze, damit der Gedanke verbessert wird, und nicht die Ausführung. Damit habe ich wirklich gute Erfahrungen gemacht.

PS: dasselbe Phänomen kann man auch bei Mailing Listen wie z.B. den LUGS Listen beobachten. Eine detaillierte Problembeschreibung erhält weniger Antworten, vermutlich weil sich alle Leser schon denken, dass der Frager schon alle Optionen durchgespielt hat, und die offensichtlichen Fehler schon ausgemerzt hat. Also auch hier: besser das Big Picture beschreiben, und auf Anfrage erst die letzten Details rausrücken.

Bei uns sind seit einiger Zeit virtuelle Teams an der Tagesordnung. Und noch immer gibt es einzelne Personen, die sich der neuen Kultur noch nicht gut angepasst haben. (Wenigstens haben sich inzwischen alle damit abgefunden…) Da kommt diese Liste im Web Worker Daily gerade praktisch: Seven Habits of Successful Virtual Teams. Meiner Meinung nach am Wichtigsten:

Team members get to know each other on a human level, not just as working robots. One thing you miss with a virtual team is getting to know about each other’s lives. Telephone calls offer a good opportunity to learn a bit more about each others’ personal lives. A group chat room can provide a virtual water cooler for teammates to swap stories about what they did during their vacation or over the weekend. Quick instant messaging lets you learn little bits about another person’s life and know them more as a whole person.

Mit diesem Background verwunderte es mich dann doch, dass Anne sich bewusst dagegen entschieden hat, regelmässige persönliche Treffen als Requirement aufzunehmen (One habit I didn’t include was “team members meet in person occasionally.” I haven’t found that important in my virtual work, where I’ve completed entire projects without ever meeting team members in person). Aber sie hat recht, wie ich nach einigem Nachdenken erkenne: auch ich habe bei IceWM, CRUX und Symlink sehr erfolgreich mit virtuellen Teams gearbeitet, bei denen sich die Mitglieder nie persönlich getroffen haben. Wieso also intuitiv das gegenteilige Gefühl?
Kommunikation ist der Schlüssel. Bei den Hobby-Projekten haben wir stundenlang per Chat und Email kommuniziert, und sind uns so näher gekommen. Die Arbeitskultur im jetzigen Team ist da grundverschieden, Chat und Email werden nur sehr spärlich verwendet, so dass sich die Team-Mitglieder erst richtig kennenlernen, wenn sie sich persönlich treffen. Und damit sind wir wieder beim Thema, weshalb get to know each other on a human level eben die Top Priority bei virtuellen Teams sein muss!
Vielleicht hat noch jemand einen Vorschlag, wie man das Kennenlernen fördern kann?