Eugenia hat mich via A Look at Mugshot: Seven Months Later wieder mal auf Mugshot hingewiesen, woraufhin ich mich auch mal angemeldet habe.

Last June a spin-off department of Red Hat, lead by desktop guru Havoc Pennington, announced Mugshot. Originally, Mugshot was in the midst of controversy whether it’s a social networking application or not. Apparently, it instead is a “social networking aggregator”.

Mugshot
Ich weiss nicht recht. Das Konzept des Social Aggregators ist ganz cool, aber irgendwie ist die Website noch zuwenig dynamisch (a.k.a. Web 2.0). Und nicht zuletzt: will ich überhaupt, dass man soviel über mich weiss? Aber ja doch, würde ich sonst bloggen…

ZFS als Basis für Apples iTV

December 19th, 2006

ZFS gross in den News: ZFS Shows Up in New Leopard Build, es scheint also ganz so, als habe Apple das Open Source ZFS dankbar entgegengenommen, und in MacOS X integriert. StorageMojo hat auch gleich eine Erklärung dafür: Means, Motive & Opportunity: Apple Kills the Media Center PC).

Steve Jobs has two questions. First, how can I sell more online content and equipment to play it? Second, how can I kick Microsoft’s butt? By solving the high-capacity storage problem for HDTV content way better than Microsoft can, he’s got a great answer to both questions. He’ll never utter “ZFS” to a starstruck MacWorld audience. But he will wheel out a half dozen features, like Time Machine, based on ZFS, that will instantly become must-haves for the home digital media center.

Also als mitwachsende Grundlage für die Multimedia-PCs von heute, bei denen sich der Storagebedarf jährlich vervielfacht.

Xen auf Vanderpool

June 4th, 2005

Ein Thema, welches in Blogs und Presse noch nicht aufgetaucht ist (Update: Rik van Riel hat jetzt einen Eintrag dazu), ist die erste öffentliche Demo von Full Virtualization mit Xen. Im Gegensatz zu Para-Virtualization wird bei der Full Virtualization das Gastsystem nicht angepasst, es kann also im Prinzip jedes beliebige OS virtualisiert werden. Zuerst habe ich mich etwas über die improvisiert wirkende und schlussendlich misslungene Demo gewundert (Xen konnte noch nicht das CD Laufwerk abhängen, der Installer wollte aber die nächste CD…), aber dann realisierte ich, dass wir von einem komplett neuen Feature sprachen! Ich interessiere mich erst seit kurzem für Xen, habe also noch nicht ernsthaft damit rumgespielt, deshalb war das für mich eine Neuigkeit. Offensichtlich war diese Unterstützung aber schon lange geplant, denn auf der XenSource Tagung im April gab es einige Präsentation dazu.

Um Xen voll virtualisiert betreiben zu können, muss man eine CPU haben, die Virtualisierung unterstützt, z.B. einen P4 EM64T mit VT Unterstützung (Intel Virtualization Technology, Codename Vanderpool). Diese Dinger sind noch nicht auf dem Markt, aber Intel hat genügend davon auf Halde, um interessierten Entwicklern Samples zur Verfügung stellen zu können, wie Intels Sunil Saxena sagte.
Die Unterstützung von Full Virtualization durch Xen bedeutet, dass Xen im Prinzip VMWare ersetzen könnte (aber Achtung, auch VMWare hat Samples von Intel und wird Intels VT nutzen, und deshalb an Performance gewinnen).

Weitere interessante Docs sind hier: Where Will Open Source Go Next? Xen Brings Approach To Server Virtualization und Wikipedias Eintrag zu Full Virtualization with Xen. Die Aussage “Intel has contributed modifications to Xen support their Vanderpool architecture extensions” ist noch ungenau, denn laut Sunil Saxena hat Intel den Code von IBM erhalten (es geht darum, dass die CPU den Xen Hypervisor aufrufen muss, wenn das Gast-OS einen Call aufruft, die nur das Haupt-OS aufrufen darf. Der Hypervisor muss den Call dann emulieren, und an den Gast zurückgeben), und er ist noch nicht Open Source! Das sollte aber bis zum definitiven Erscheinen der CPUs mit VT geregelt sein.

Foto-Misere

March 28th, 2005

Debians Joey Hess versucht sich an Photo-Programmen und wird nicht glücklich:
“Twice now I’ve tried to set up what was apparently a best of breed linux graphical
photo program
for less than technical family members who got a digital
camera. Both times it ended up sucking.”

LWN liegt aber auch falsch, wenn sie gtkam als bestes Photo-Programm für Linux empfehlen – diesen Titel hat F-Spot von Larry Ewing (genau, der “Erfinder” des Linux Pinguins) in Windeseile errungen. Ob F-Spot aber die geforderte Funktionalität (automatisches Kopieren der Fotos beim Einlegen der Kamera) beherrscht, weiss ich auch nicht. Auf jeden Fall lassen sich aber die Fotos im Nu wegkopieren, ohne dass man zuerst viel rumklicken muss.

F-Spot Logo

Ob es Joey wohl stört, dass F-Spot auf Mono basiert? Recht hat er auf jeden Fall, wenn er schlussfolgert, dass (Hobby-)Fotografen beim Einlegen der Kamera die Bilder als erstes auf die Festplatte kopieren wollen, ohne noch komplexe Sortier- oder Kategorisiervorgänge laufen zu lassen. Das geht auf der Festplatte alles schneller.

Heise hat den neuesten Netcraft-Bericht analysiert, und das kommt raus: die paar grossen Firmen, die im Lauf von 2001 auf den IIS gewechselt haben, “sind laut den Internet-Statistikern mittlerweile wieder aus dem Geschäft, haben ihr Geschäftsmodell grundlegend geändert oder sind wieder zu ihrer Ausgangsplattform zurückgekehrt. Daher liege Microsofts Internet Information Server mittlerweile wieder auf dem vor 2001 langfristig gehaltenen Durchschnitt von rund 20 Prozent Marktanteil.” Was für mich heisst, dass diese Firmen ehrlich versucht hatten, dem Gespann Windows und IIS (auf Druck Microsofts natürlich) eine Chance zu geben, es diese aber nicht nutzen konnte. Ob schlussendlich Qualität, Security oder die Kosten den Ausschlag gaben, wissen wir natürlich nicht. Netcraft: November 2003 Web Server Survey.

beep: endlich XMMS mit GTK2

October 26th, 2003

Schon lange versuche ich, einen MP3-Player wie Winamp zu finden, der unter Linux gegen GTK2 (oder halt xlib) gelinkt ist anstatt gegen GTK1 wie XMMS. XMMS ist der beste MP3-Player unter Linux, und kann auch Winamp-Skins verwenden, mein Ziel ist es aber nun, endlich nur noch eine Version der GTK-Bibliotheken auf dem System zu haben, und dann soll es natürlich die neuere Version 2 sein. XMMS ist das einzige Programm, für das es bisher keinen Ersatz gab, da sich die Entwickler standhaft weigern, ihr Programm auf die neue GTK2 Bibliothek zu portieren.
Am Freitag nun habe ich FootNotes die Ankündigung von beep gesehen, einem Port von XMMS auf GTK2, und Kollege jaeger hat dann auch sofort ein CRUX Package erstellt und einen Screenshot der neuen Playlist gemacht. Das Geniale daran ist, dass man die Fonts einfach draufziehen kann, und der automatisch die neue Schrift zur Darstellung verwendet.
Seit Freitag also verwende ich beep und bin sehr zufrieden – aber er ist leider noch nicht 100% stabil, also müssen wir wohl noch einen Weile warten bis CRUX wirklich vollständig GTK1-frei ist.

Capoeira Roboter aus Japan

October 16th, 2003

Wer kennt ihn nicht, den Capoeira-Kampftänzer Eddy aus Tekken?Capoeira Roboter aus Japan Bis es Roboter gibt, die sowas können, dürfte es noch eine ganze Weile gehen. Der New Scientist berichtet von der CEATEC 2003 (Combined Exhibition of Advanced Technologies) wo zwei Kampfroboter vorgestellt worden sind: Morph3 und HOAP-2. Die beiden kleinen Kerle (knapp 30cm hoch) können ein paar Karate-Bewegungen resp. solche von Taijiquan und Sumo: Morph3 “can perform back flips and karate moves thanks to 138 pressure sensors, 30 different onboard motors and 14 computer processors.” HOAP-2 hingegen “has been programmed to perform moves from the Chinese martial art taijiquan, as well as Japanese Sumo wrestling stances. HOAP-2 is designed as an aid to robotics research and therefore runs on open source, Linux-based software.”
Die grösste und interessanteste Aufgabe in der ganzen Robotergeschichte sei es aber, die kleinen Viecher intelligent zu machen.