Oops Oracle

June 7th, 2007

Dave Jones, RHEL Kernel Monkey, über Support-Anfragen von Oracle:

I don’t do RHEL technical support.
Emailing me questions about two year old kernels is probably not going to get you answers. We have teams of people who deal with our older releases, I’m not in any of those teams.
[…] if (the question) happens to come from a rather large database vendor who claim to be able to support our products better than we can, I’m probably going to laugh, and hit the ‘d’ key.

Das hat er natürlich gern geschrieben!

Live-Security-Distribution BackTrack in neuer Version, schreibt Heise, und erinnert mich damit daran, dass ich schon lange man diese Security Live-CDs ausprobieren wollte.

BackTrack is the most Top rated linux live distribution focused on penetration testing. With no installation whatsoever, the analysis platform is started directly from the CD-Rom and is fully accessible within minutes.

Das ist BackTrack. Nicht zu verwechseln mit BMC SQL*Backtrack (das inzwischen auch Recovery Manager heisst, wie ich beim Linksuchen entdecke!).

Red Hat FUD vs. Oracle FUD

December 12th, 2006

Alex Pinchev, Red Hats Executive Vice President of Worldwide Sales, hat im Moment gar keine hohe Meinung von Oracle. Red Hat dismisses threat posed by Oracle and Microsoft:

Red Hat Inc’s executive vice president of worldwide sales, Alex Pinchev, has dismissed the impact that Oracle Corp’s entry into the Linux support business could have on Red Hat, insisting Oracle does not really know what it is doing.

FUD und Gegen-FUD. Oracle weiss sehr wohl, was sie machen, aber das Ziel ist nicht das Anbieten von Linux-Distributionen per se, sondern die Verunsicherung von Red Hats Kunden. Und in Pinchevs Statement geht’s nicht um die Qualität von Oracles Distribution, sondern darum, den eigenen Kunden zu sagen, dass Red Hat immer noch die richtige Wahl ist. Immerhin ein Argument hat er noch aufgeschnappt, das mir im allgemeinem einleuchtet:

“They are delivering no innovation, delayed patches, delayed releases, no real knowledge of open source and no involvement with the community, so where is the value?” he asked.
Pinchev also said that Oracle had launched its offering on a basic misconception of the value customers get from open source software. “They are not buying just the support, they are buying the speed of innovation, because this is very important today to compete. They are going to open source for innovation.”

Tönt gut. Trifft aber leider spezifisch nicht den Datenbank-Markt, den Oracle bearbeitet. Enterprise Datenbänkler wollen eine stabile Plattform, die über fünf Jahre hinweg stabil verfügbar ist, ohne dass jeder zweite Kernel-Patch auch gleich irgendwelche Interfaces ändert, und dann z.B. die Storage-Treiber fürs SAN wieder aufmucken. Dass Linux diese Stabilität nicht bietet, kostet immer noch ein paar Marktanteile. Und genau deshalb legt Oracle ja auch den Schwerpunkt der Kampagne auf den langfristigen Support der Plattform.

Xen auf Vanderpool

June 4th, 2005

Ein Thema, welches in Blogs und Presse noch nicht aufgetaucht ist (Update: Rik van Riel hat jetzt einen Eintrag dazu), ist die erste öffentliche Demo von Full Virtualization mit Xen. Im Gegensatz zu Para-Virtualization wird bei der Full Virtualization das Gastsystem nicht angepasst, es kann also im Prinzip jedes beliebige OS virtualisiert werden. Zuerst habe ich mich etwas über die improvisiert wirkende und schlussendlich misslungene Demo gewundert (Xen konnte noch nicht das CD Laufwerk abhängen, der Installer wollte aber die nächste CD…), aber dann realisierte ich, dass wir von einem komplett neuen Feature sprachen! Ich interessiere mich erst seit kurzem für Xen, habe also noch nicht ernsthaft damit rumgespielt, deshalb war das für mich eine Neuigkeit. Offensichtlich war diese Unterstützung aber schon lange geplant, denn auf der XenSource Tagung im April gab es einige Präsentation dazu.

Um Xen voll virtualisiert betreiben zu können, muss man eine CPU haben, die Virtualisierung unterstützt, z.B. einen P4 EM64T mit VT Unterstützung (Intel Virtualization Technology, Codename Vanderpool). Diese Dinger sind noch nicht auf dem Markt, aber Intel hat genügend davon auf Halde, um interessierten Entwicklern Samples zur Verfügung stellen zu können, wie Intels Sunil Saxena sagte.
Die Unterstützung von Full Virtualization durch Xen bedeutet, dass Xen im Prinzip VMWare ersetzen könnte (aber Achtung, auch VMWare hat Samples von Intel und wird Intels VT nutzen, und deshalb an Performance gewinnen).

Weitere interessante Docs sind hier: Where Will Open Source Go Next? Xen Brings Approach To Server Virtualization und Wikipedias Eintrag zu Full Virtualization with Xen. Die Aussage “Intel has contributed modifications to Xen support their Vanderpool architecture extensions” ist noch ungenau, denn laut Sunil Saxena hat Intel den Code von IBM erhalten (es geht darum, dass die CPU den Xen Hypervisor aufrufen muss, wenn das Gast-OS einen Call aufruft, die nur das Haupt-OS aufrufen darf. Der Hypervisor muss den Call dann emulieren, und an den Gast zurückgeben), und er ist noch nicht Open Source! Das sollte aber bis zum definitiven Erscheinen der CPUs mit VT geregelt sein.

3GSM

February 15th, 2005

Am 3GSM World Congress 2005 wimmelt es von Neuheiten. Hier nur die spannendsten Vorstellungen von gestern:

Oracle auf Linux

December 1st, 2004

Oracle 10.1.0.3 für X86-64 auf SuSE 9.1 mit AMD64 ist trivial. Oracle 10.1.0.2 für X86 auf SuSE 9.1 mit AMD64 hat mehrere Klippen, die man erfolgreich umschiffen kann – aber schlussendlich geht’s trotzdem nicht. Das Software-Set ist schlichtwas unbrauchbar auf 64bit Linux.
Wenn ich früher rumgefragt hätte, wäre mir dieses Erlebnis erspart geblieben – jetzt vergess ich’s aber sicher nicht mehr!

Paradox

November 29th, 2004

Wer ein SMB Filesystem unter Linux als User einhängen will, erlebt folgendes:

maol@blackbox:~> mount /mnt/mini
Password:
smbmnt must be installed suid root for direct user mounts (1000,1000)
smbmnt failed: 1
maol@blackbox:~> sudo chmod +s `which smbmount`
maol@blackbox:~> mount /mnt/mini
libsmb based programs must *NOT* be setuid root.
13251: Connection to mini failed
SMB connection failed

Wieso versuch ich das überhaupt? Weil meine Firewall z.Z. gerade kein NFS durchlassen will…

Oracle und Linux

November 1st, 2004

Irgendwann find ich dann auch mal noch die Zeit, Oracle 10g auf unseren IBM Blades zu installieren: der DBA-Track des OTN sowie Werner Puschitz haben ja viele wertvolle Tipps.

Debian Firewall

July 4th, 2004

Wieder mal muss ich eine Firewall aufsetzen, und habe mich diesmal für Debian entschieden, da es immer heisst, die Distribution sei sicher und stabil, und Security Holes würden sofort geflickt. Ich habe aber bald wieder gemerkt, dass Debian ziemlich komplex ist, wenn man nicht sowieso täglich damit zu tun hat, und habe mich deshalb erst mal auf die Suche nach Dokumentation gemacht (v.a. wichtig: Info zu ipchains, da der aktuelle Debian-Release immer noch auf Kernel 2.2 setzt – uargh): Release Notes, Securing Debian Manual, Debian and the kernel, Using Debian Linux Packages, Debian Linux Proxy Server, Linux Firewalls (ich hab das Buch zum Glück noch nicht weggeworfen), Seattle Firewall. Das sollte mir erst mal was zu lesen geben, bevor ich mich definitiv für Debian entscheide – vielleicht ist es für mich doch einfacher, weiterhin CRUX Linux zu verwenden, und dafür im Problemfall manuell einen Security Patch einzuspielen.

CRUX GNU/Linux

June 17th, 2004

Ich bin offensichtlich nicht der einzige, der sich genervt hat: Kollege rrm3 über Could you please call it GNU/Linux?. CRUX, sonst Heimat vieler Pragmatiker, wurde plötzlich zum Affenfelsen: Religion bewegt halt jeden…