Wie man Frühaufsteher wird

June 10th, 2007

Johannes Kleske hat’s sehr im Griff. Habe mir eine Notiz gemacht, für Haldi über seinen Post Wie man Frühaufsteher wird zu schreiben, aber bis ich jetzt Zeit hatte, sind schon zwei weitere Artikel zum Thema erschienen: Wir bloggen auch für Nachteulen und Der Morgen danach. Also dann:

Wer unterbrechungsfrei arbeiten und produktiv sein will, sollte von Führungskräften lernen und früh aufstehen. Mit diesen Methoden und Tipps gelingt es auch Morgenmuffeln.

Im dritten Artikel geht es dann darum, ob man das Frühaufstehen lernen kann, oder ob es eine genetische Veranlagung ist. Ich bin überzeugt, dass alle Menschen Frühaufsteher werden können, und von der ruhigen und konzentrierten Zeit am Morgen profitieren können, wenn sie nur wollen (und Abends ins Bett gehen, wenn sie müde sind). Wer sich das nicht zutraut, hat meistens schon schlechte Erfahrungen mit dem Frühaufstehen gemacht, meistens weil man abends nicht früher ins Bett gegangen ist. Tja, ein bisschen Konsequenz braucht es schon, gratis gibt es auch hier nichts.

2 Responses to “Wie man Frühaufsteher wird”

  1. Axel Says:

    Also ich profitiere viel lieber von der ruhigen und konzentrierten Zeit am Abend. Da kann man endlich mal unterbrechungsfrei 3h oder 4h am Stück arbeiten, ohne daß einen jemand stört. Morgens ist das kaum zu schaffen, außer man fängt wie mein Ex-Chef morgens um 5 Uhr an. (Wobei der dann gegen 7 Uhr Frühstück für die Kinder gemacht hat IIRC.)

    Und wenn ich überlege, wieviele Probleme ich in den letzten Wochen abends zwischen 20 und 24 Uhr gelöst habe und das mit der Anzahl der Probleme vergleiche, die ich morgens vor dem Frühstück um 11:15h in der Mensa gelöst habe, dann sehe ich keinerlei Grund von Spätschicht auf Frühschicht zu wechseln.

    Solche Aussagen wie “Wer unterbrechungsfrei arbeiten und produktiv sein will, sollte von Führungskräften lernen und früh aufstehen” sind IMHO in mehrfacher Hinsicht Nonsense: 1. hat produktiv sein nicht notwendigerweise was mit früh aufstehen zu tun, 2. lernt man von “Führungskräften” bessere andere Sachen als sowas. Mal ganz davon abgesehen, dass mir spontan auch gute Führungskräfte einfallen, die vor 11 Uhr nicht im Büro anzutreffen sind.

    IMHO geht es mehr darum, ob man sein Tagesrhythmus ändern will, weil man damit unzufrieden ist und hofft, es zum besseren ändern zu können, oder nicht. Und was Produktivität und Ungestörtheit betrifft, dafür braucht es nur, dass ein Teil der eigenen Arbeitszeit sich nicht mit der Arbeitszeit der Masse überschneidet. Wenn alle Frühaufsteher oder alle Spätaufsteher wären, würde das sowieso nicht klappen.

    Gruß, Axel (überzeugter und zufriedener Spätaufsteher und Spätinsbettgeher)

    Wobei: Ideal fände ich ja die 6-Tage-Woche mit 28-Stunden-Tage. Aber das ist eine andere Geschichte.

  2. maol Says:

    Ciao Axel,
    wir diskutieren hier eigentlich zwei Themen:
    1. wann arbeitet man am produktivsten?
    2. kann jeder zum Frühaufsteher werden?
    Bezüglich 1. bin ich absolut mit Dir einverstanden, dass jeder Mensch seine eigene Produktivitätsphase hat, und das kann sehr wohl auch Abends sein. Familie und/oder Arbeit diktieren aber bei vielen, dass die Abendzeit für das nicht in Frage kommt, so dass nur noch der Morgen bleibt. Und dann stellt sich Frage 2…
    Geniess die Zeit, wo Du noch die Abende durcharbeiten kannst (oder mach Dir Gedanken, wie Du die 4-Hour Workweek für Dich Realität werden lassen kannst)!