LWN hat das Kernel Source Repository daraufhin untersucht, wieviele und welche Personen und Firmen in den letzten 12 Monaten im Linux Kernel rumgeschraubt haben. Who wrote 2.6.20?:

The end result of all this is that a number of the widely-expressed opinions about kernel development turn out to be true. There really are thousands of developers – at least, almost 2,000 who put in at least one patch over the course of the last year. Linus Torvalds is directly responsible for a very small portion of the code which makes it into the kernel. Contemporary kernel development is spread out among a broad group of people, most of whom are paid for the work they do. Overall, the picture is of a broad-based and well-supported development community.

Oracle hat nach Red Hat, IBM, Novell und Intel am meisten Changesets beigesteuert, dabei aber jeweils nur wenige Zeilen geändert, denn sie tauchen nicht in den Top 20 der Zeilenänderungen auf. Ich schliesse daraus, dass Oracle jeweils nur Probleme flickt, die Produkte der Firma direkt stören, und sich (abgesehen von ocfs2) nicht wirklich an der Entwicklung von Features beteiligt. Das entspricht nur halbwegs dem Image des aktiven Kernel-Contributors, das Oracle so gerne verbreitet, und lässt eher darauf schliessen, dass das Schmarotzertum, welches Oracle von Red Hat unterstellt wird, nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Mit dem Vorbehalt natürlich, dass einige der Oracle-Entwickler möglicherweise in den rund 25% der Changes versteckt sind, die nicht mit vernünftigem Aufwand einer Firma zuweisbar waren, weil sie nicht mit Company-Emailadressen abgesandt worden sind.
Via Slashdot.

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