Der Tagi berichtet in einem nicht online verfügbaren Artikel über die Schliessung von 1000 Briefmarkenautomaten. Gerade vor drei Wochen haben wir uns aufgeregt, dass der Automat in Berzona zugeklebt war, und man hat uns die Schliessung dann unter der Hand schon angekündigt. Im Onsernone-Tal ist das ein echtes Problem, denn die Poststelle hat nur von 8-9 offen, und dann sind halt alle Urlauber noch im Bett… die einzige Möglichkeit ist es dann, im Tal unten Briefmarken zu besorgen, da es in Berzona selbst natürlich keinen Kiosk gibt! Ich frage mich, wie so ein Automat nicht kostendeckend sein kann, da seine ursprüngliche Investition sicher schon lange abgeschrieben ist, und das Auffüllen regelmässig durch den Poststellenleiter geschehen kann.

“Die Post setzt dieser Tage um, was sie bereits im Juli 2002 angekündigt hat: Sie reduziert die Zahl ihrer Briefmarkenautomaten von 2500 auf 1500 Stück. Gemäss Mediensprecher Richard Pfister erreicht die Post mit dem Verkauf von Briefmarken pro Jahr einen Umsatz von insgesamt rund 550 Mio. Fr. Nur 2 bis 3% davon werden über die Wertzeichenautomaten erzielt. Die Umsätze der einzelnen Automaten sind nach den Ausführungen Pfisters zudem höchst unterschiedlich: Bei einzelnen seien die Ausgaben höher als die Einnahmen.
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Bei der Auswahl der Automaten, die nicht mehr weiter betrieben werden, galten die folgenden Kriterien: Auf dem Land werden jene abgeschafft, deren Jahresumsatz kleiner als 4000 Franken ist. In Städten muss ein Umsatz von 6000 Franken erreicht werden, damit ein Markenautomat in Betrieb bleibt.
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Sie können zum Beispiel auch über Internet bestellt werden. Das Gleiche gilt auch für den Kundendienst Philatelie der Post, bei dem Briefmarken schriftlich oder telefonisch angefordert werden können. Und neuerdings gehören Briefmarken auch zum Sortiment der 1300 Verkaufsstellen der Kiosk AG.”

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